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Faszination E-Bike

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  • K.Sporty wrote on 21.6.2012 - 00:55

    Heute Bike, Morgen E-Bike
    Bergauf, Gegenwind, hügelige Strecken? Dank neuer Technik werden die schwierigsten Hindernisse zum kinderleichten Radfahrvergnügen. Das neue Zauberwort heisst: E-Bike

    Schlechte Luft, verstopfte Straßen, stetig ansteigende Kraftstoffpreise und die wachsende Besorgnis über den Klimawandel sind Themen, welche die Öffentlichkeit zunehmend beschäftigen. Deshalb sollte sich langsam aber doch ein kollektives Bewusstsein entwickeln, das Auto stehen zu lassen und kurze Strecken entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Die Möglichkeit dazu bietet jetzt ein neuer Trend: Als schnelles Fortbewegungsmittel und zugleich eine attraktive Alternative zu den Autos in der Stadt sind E-Bikes zur Zeit in aller Munde. Doch was genau sind eigentlich E-Bikes?

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    Genauso wie das „I“ in I-Tunes, I-Pod oder I-Phone als Synonym für stärker und leistungsfähiger steht, genauso soll das „E“ vor dem „Bike“ dieses zu allererst einmal akkustisch aufwerten. Und was genau verbirgt sich hinter der etwas kryptischen Bezeichnung „E-Bike“? Das E-Bike oder Pedelec (Pedal Electric Cycle) soll, so die Intention der Erzeuger, die Entwicklungsgeschichte des traditionellen Fahrrades einem Quantensprung ähnlich weiterschreiben und dem Trend im 3. Millenium zu mehr elektrischen „Alltagshelferlein“ gerecht werden. Das „E“ steht also für elektrisch – und damit ist nicht etwa die Beleuchtung gemeint; gemeint ist eine batteriegestützte Trethilfe. Das heisst, dass die Motorleistung an die Tretkraft gekoppelt ist. Der Motor übernimmt den Antrieb nicht komplett, sondern unterstützt ihn.

    Fahrräder mit Hilfsmotor gibt es zwar schon länger. Doch wurden diese Räder häufig belächelt, denn ihnen eilte ein negativer Ruf voraus: „Meist waren damit Menschen unterwegs, die für den Führerschein noch zu jung waren oder Gesundheitsprobleme hatten. Ausserdem waren die Kapazitäten der älteren Batterien bedeutend schwächer, sodass nicht wirklich Fahrspass aufkam“, weiss Branchenkenner Christoph Karner. Die Technik der Räder hat sich in den vergangenen Jahren allerdings derart weiterentwickelt, dass sich E-Bikes zur echten Alternative zu Auto, Bim und Co. gemausert haben.

    Dass das Interesse an den neuen E-bikes gross ist, zeigt, dass die Räder als absolute Publikumsmagnete auf den diversen einschlägigen Messen gelten. Alle wollen die Räder der Zukunft bestaunen. „Diese Räder sind weit entfernt von altmodischen Drahteseln und sperrigen Elektromotoren. Sie zeichnen sich durch trendige Styles, Farben sowie leistungsstarke Motoren aus“, schwärmt Karner. So kann mit diesen Rädern bis auf 25 km/h beschleunigt werden, manche Modelle sogar auf 40 km/h. Distanzen bis zu 80 Kilometer lassen sich pro Akku schaffen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Manager kommen nicht verschwitzt ins Büro, haben aber trotzdem gleichzeitig etwas für ihre Fitness getan; längere Biketouren auf hügeligen Strecken werden auch für diejenigen bezwingbar, die nicht so fit sind; und Umwelbewusste können ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

    Und so will ich gemeinsam mit einem passionierten E-Biker dem Geheimnis vom „Radln ohne grosse Anstrengungen“ auf die Spur kommen und haben ein E-Bike der Firma Kalkhoff, übrigens einer der Pioniere bei der Entwicklung der Räder, getestet. Schon nach wenigen Minuten unseres Tests ist klar, dass auf keinen Fall zuviel versprochen wird: die E-Bikes sind wahre Meister der Kraftentfaltung und bieten daher enormen Fahrspass. Tester Mathias Ziegler, der viel in Wien unterwegs ist und von Staus auf den Strassen und langen Wartezeiten bei den Öffentlichen ein Lied singen kann ist begeistert: „Es ist eine tolle Alternative. Mit dem Rad bin ich schnell im Büro und dabei komme ich kaum ins Schwitzen.“ Auch auf längere Strecken hält das E-Bike, was es verspricht. Trotz relativ grossem Gewicht ermöglicht der Elektromotor ein entspanntes Dahingleiten. Mit der Kapazität von einem Akku lassen sich ausgedehnte Tagesausflüge problemlos bewältigen. Ein Abstecher ins Umland von Wien ist auch für nicht so trainierte Radfahrer mit dem E-Bike jederzeit möglich. Ziegler: „Toll, wenn man nach etlichen Kilometern dank Tretunterstützung immer noch Kraft in den Beinen hat.“ Einziger Wehrmutstropfen ist die Akkunachladezeit, die mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. Bei mehrtätigen Touren muss das Nachladen daher eingeplant werden.

    Fazit:
    Die neue Generation der Elektorfahrräder stellt eine echte Alternative im Stadtverkehr, aber auch im Touringbereich dar. Damit ist dieser Typ von Fahrrädern für den kraftsparenden Alltagseinsatz der ideale Begleiter, ob für den täglichen Weg in die Arbeit oder ausgedehnte Wochenendausflüge. Die Einstiegspreise sind mit durchschnittlichen Radpreisen vergleichbar: E-Bikes gibt es ab 600 €. Und auch für das Gelände gibt es E-bikes: der heimische Erzeuger KTM vertreibt E-Mountainbikes.







     

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