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Badminton - 300 km/h schnell

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  • K.Sporty wrote on 8.11.2011 - 15:27

    Badminton als eine der schnellsten Racketsportarten mit Ballgeschwindigkeiten bis 300km/h entwickelt sich langsam zum Breitensport. Voraussetzungen für das temporeiche Spiel sind gute Fitness, Konzentrationsfähigkeit und vor allem schnelle Reflexe.

    Wer hat denn nicht schon mal Federball gespielt? Ob am Strand oder am Campingplatz - Federball ist eine beliebte Freizeitsportart, die ohne viel Voraussetzungen ausgeübt werden kann. Dazu bedarf es gerade Mal zweier Schläger und eines Balls. Technische Fertigkeiten sind ebenso wenig Bedingung wie hervorragende Fitness. Ganz anders wird Badminton gespielt: an die Örtlichkeit der Halle gebunden und nach festen Regeln gespielt, fordert es den Teilnehmern ein gewisses Maß an Ballgeschicklichkeit und körperlicher Fitness ab. Martin Strobl, Bundesligaspieler und Trainer, erzählt mir, dass „es vor allem die vielen kurzen, schnellen Sprints während eines Ballwechsels sind, die gute Kondition und Koordination verlangen. Wer beim Badminton nicht ins Schwitzen gerät, hat irgendwas falsch gemacht“. Dabei ist die Feldgrösse wesentlich kleiner als die eines Tennisplatzes. Im Einzel wird auf eine Feldgrösse von 13,4 x 5,1m (Doppel 13,4 x 6,1m) gespielt, die Hälfte davon muss gegen den Punktverlust verteidigt werden. Und das ist gar nicht so einfach. Denn im Match fliegen einem die Bälle schon mal mit ein paar hundert km/h um die Ohren. Strobl: „Doch das ist normal. Man gewöhnt sich an die Geschwindigkeit. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Reflexe automatisiert sind“. Punkt macht der Spieler, der durch geschicktes Taktieren den Ball so spielt, dass vom Gegner ein Fehler erzwungen wird oder der Ball den Boden berührt. Denn der darf im Gegensatz zum Tennis nicht berührt werden. Gespielt wird auf zwei Gewinnsätze (running score, auf zwei Unterschied), wobei ein Satz mit 21 Punkten gewonnen wird. Auch das Service unterscheidet sich ganz wesentlich vom Tennis: serviert wird nämlich von „unten“. Der Federball darf maximal in Hüfthöhe gehalten werden. Wird er höher gehalten, kommt es zum Punktverlust. Serviert wird solange, bis ein Fehler gemacht wird. Dann erfolgt Servicewechsel.

    Locker aus dem Handgelenk
    Beim Badminton wird hauptsächlich aus dem Handgelenk gespielt. Wer den Dreh heraussen hat, kann mit kleinen Bewegungen des Handgelenks den Ball in jedes Eck des Platzes befördern. Dadurch wird das Spiel extrem varianten- und fintenreich. Es passiert nicht selten, dass der Gegner den Ball in der entgegengesetzten Richtung erwartet und damit ins falsche Eck läuft. Ermöglicht wird dieses schnelle Manövrieren mit dem Handgelenk durch Hightechschläger mit weniger als 100 Gramm Gewicht. Zudem werden hochwertige Materialien verwendet, die die Kraft des Schlages verstärken.

    Badminton für jedes Alter
    Badminton wird also immer beliebter und erreicht trotz der relativen Schnelligkeit des Spiels alle Altersgruppen. Wer Badminton spielt, kann von sich behaupten, bei ziemlich guter physischer Verfassung zu sein.Trotzdem sollte man die Belastung für den Körper nicht unterschätzen. Strobl warnt: „Badminton stellt
    eine hohe Belastung für die Gelenke dar. Wenn man sich gute Technik
    angeeignet hat und diese im Alter mit verringerter Muskulatur anwendet,
    steigt ebenfalls die Verletzungsgefahr. Man muss seine Grenzen sehr gut
    kennen, um Badminton als Life-Time-Sportart zu spielen“. Wichtig ist, dass der Spassfaktor nicht in den Hintergrund tritt. Solange man Badminton innerhalb der körperlichen Möglichkeiten spielt und nicht in bedingungsloses Kämpfen um jeden Ball verfällt, hält sich auch die Verletzungsgefahr in Grenzen. Wer dennoch vorbeugen möchte, der ist gut beraten, die Fussgelenke zu tapen. Denn Bänderverletzungen in diesem Bereich stellen die hauptsächliche Form von Unfällen dar.
    Wer also Lust bekommen hat, die eigene Fitness auf den Prüfstand zu stellen, der sollte einem Verein beitreten oder Trainerstunden nehmen. Denn mit professioneller Anleitung macht Badminton gleich doppelt Spass.
    Noch was: wer diese wunderbare Sportart ausprobieren will, der sollte sich vom Muskelkater, den man mit ziemlicher Sicherheit nach dem ersten Training haben wird, nicht entmutigen lassen. Denn das Spiel bereitet unheimlich Freude.

    Infos
    Österreichischer Badmintonverband
    http://www.badminton.at

    Internationale Badmintonseite
    http://www.internationalbadminton.org

    Hier kann man den österreichischen Profis bei der Arbeit zuschaun
    http://www.badmintonvideo.at

    Seite mit vielen aktuellen Infos
    http://www.badmintonsport.at









     

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